Diese Seite habe ich für die Segler geschrieben, die ein Kielboot, besser noch ein IF-Boot in Berlin besitzen oder aber die Gelegenheit haben ein Kielboot zu nutzen, und nicht nur Fahrtensegeln, sondern auch mal die eine oder andere Regatta mitfahren wollen. Dazu benötigt der Steuermann der Yacht ein Sportbootführerschein Binnen, eine Haftpflichtversicherung für das gemeldete Boot und eine DSV Mitgliedschaft, die er über einen Segelverein oder, falls ohne Vereinsbindung, über den Club der Kreuzerabteilung (rechts oben Mitgliedschaft anklicken) für 37.- EUR im Jahr erlangen kann. Weiterhin bietet der Internetsegelclub BSV 07 die DSV Mitgliedschaft mit 40.- Euro an.
Ist alles vorhanden, steht einer Meldung nichts mehr im Weg. Für die Meldung sollten einige Daten zur Hand sein wie Bootstyp und die dazugehörige Yardstickzahl, Bootsname und Segelnummer, Crewliste. Gehört ein Spinnaker zum Grundstandart und ihr wollt erstmal ohne die vielen Strippen zurechtkommen, muss das bei der Meldung, spätestens aber 96 Stunden vor der Regatta der Wettfahrtleitung mitgeteilt werden um die Yardstickvergütung von 1 - 2 Punkten zu erhalten /IF-Boot 112 und ohne Spi 113 -114 je nach Anteil des Spikurses/. Generell sollten die Meldefristen eingehalten werden. Die WF-Leitung ist nur so in der Lage, bei genügend hoher Meldezahl von Booten einer Klasse, diese einzuteilen und Preise entsprechend einzukaufen.
Habt ihr gemeldet, solltet ihr bei den ersten Versuchen min. 1/2 Std vor dem Ankündigungssignal im Startgebiet sein. Die halbe Stunde nützt vor unerwarteten Verzögerungen bei der Anreise, suche nach dem Startboot oder sei es nur, um Windstärke und Richtung zu beobachten. In dieser Zeit sollte auch die Meldung am Startschiff, sowie ein letzter Blick auf die Bahnkarte erfolgen.
Passiert, was keinem passieren sollte, eine Bootsberührung mit Schaden, sollte eine Protestflagge an Bord sein. Bei nicht eigenem Verschulden wird diese sofort gezogen und bis zum Zieleinlauf gezeigt. Dann ist am Zielschiff erstmal mündlich Protest einzureichen. Hier geht es später weniger um die Plazierung, als vielmehr um die Versicherung, die ev. das schriftliche Protestergebnis benutzt, um den Schaden zu regulieren. Ratsam ist es auszuweichen, auch in dem Fall, wo Wegerecht besteht und der Ausweichpflichtige draufhält.
Seit ihr erstmal mit den einfachsten Regeln vertraut, lohnt sich auch der Blick auf die Seite der "berliner-yardstick-kommission" . Eine Serie von Regatten wird in eine Jahreswertung aufgenommen und am Ende der Saison ausgewertet. Stand: 18.2.06
|